Zuchtbulle

 

„Ein bisschen schlechter Geschmack ist wie eine Prise Paprika.“ 

(Dorothy Parker)

 

Ernst Baumgärtner spielt Gitarre auf dem Heuhaufen. Ich liege auf dem beigen Ledersofa und switche von einem Sender zum anderen. Eichhörnchen verstecken Nüsse, weiße Leuchtballons steigen in den Himmel und in Thailand wird ein Mordkomplott mit einer bayerischen Schauspielerin geschmiedet. Reality.

Die Moderatorin präsentiert Ernst als einen musikalischen, leider jedoch etwas naiven jungen Mann, dem die Frauen schon so manchen Streich gespielt haben. Seine Mutter streichelt ihm über die roten Couperose-Wangen. Ich lehne mich zurück und knabbere an meinen Kettle-Chips mit Rosmarin und Meersalz, als Karl in rosa Seidenpapier gewickelte Pralinen auf Uschis Kopfkissen legt, während er mit einer langstieligen Baccara-Rose im Mund Puccini-Arien schmettert.

Die Langweile kriecht mir gähnend den Rücken hinab. Gleich wird er sie zart auf die Wange küssen. Schnitt. Weiter geht’s mit Jochen und Larissa. Ich greife nach meinem Ipad und klicke auf „zuletzt geöffnete Seite“.

 

(oder

Kompletter Bullshit! Hat denn keiner „Auf der Farm da wird gefickt“ oder „Hemmungslose Sennerinnen“ gesehen?)

 

Rediscovering Retro Porn

 

Die rostige fünfzinkige Gabel steckt in dem nach Fäkalien und Urin stinkenden Misthaufen. Der Bauer reibt die verdreckten Hände an der schlammgrünen Cordhose ab und zieht in Butterpapier eingewickelte Brotscheiben aus der beigen Steppweste. Er setzt sich auf die bröckelige Steinmauer und beißt herzhaft in das mit Fleischwurst und einer Gewürzgurke belegte Graubrot. Verträumt blickt er in den Himmel. Die Wolken springen wie brünstige Schafe über blaue Felder. Blökende Lämmer stieben auseinander, als ein wilder Bock in die Wolkenschafe prescht. Der Bauer leckt sich die buttrigen Finger ab und denkt an Sabine. Gestern erst teilte sie ihm die genaue Ankunft ihres Zuges mit. Einen Moment lang zögerte er, da er Luise, seine beste Milchkuh unbedingt selbst melken wollte, da sie doch so empfindliche Euter hat und niemand anderen an sich heranlassen will. Zugleich dachte er aber an Sabines Titten, die verheißungsvoll aus dem Dirndl hervorquollen, das sie sich speziell für ihr erstes Face Time-Gespräch angezogen hatte. Seine Mutter musste sich wohl ausnahmsweise um Luise kümmern. Die prallen Euter verschmolzen mit den spitzen Brustwarzen, die Sabines weißes Leibchen zu durchbohren schienen. Sein Schwanz wird hart. Er greift sich kurz an die Eier und nimmt sich vor, sofort nach der Vesper zu wichsen, um nicht gleich wie ein wilder Hengst über Sabine herzufallen. Er hatte sich schließlich vorgenommen, über Kino, Kochen, aber auch Kinder mit der Preußin zu reden. Dass sie eine Preußin ist, kann er immer noch nicht verwinden. Er stellt sich ihre hellblonde buschige Fotze vor, die trieft vor Geilheit und ihre apfelförmigen Sahnebrüste…

Geiler Bauer sucht Fickstute

Sabines platinblond gefärbte Haare sind zu einem strengen Knoten im Nacken zusammengebunden. Sie trägt pinkfarbene Stöckelschuhe und einen Lederminirock, der sich über den breiten, fülligen Arsch spannt. Bauer Franz schickt seine Mutter in die Waschküche und begrüßt Sabine mit einem Klaps auf den Hintern. Überrascht spitzt sie die Lippen und hält ihm vorsichtig die rechte Wange hin. Der Geruch des billigen, nach Pfirsich und Moschus riechenden Parfums vermischt sich mit Schweiß und Dung. Sabine schießt der Saft in die Möse. Franz, der mit einem überdurchschnittlichen Geruchssinn ausgestattet ist, bläht die Nüstern, und presst den erigierten Schwanz an ihre Lenden. Er versucht sich an seine Kollegen zu erinnern, an Regieanweisungen und Erfolgsquoten. Liebevoll, verständnisvoll, romantisch…die Adjektive rattern, zischen und pfeifen wie Dampflokomotiven durch sein Gehirn. Sabine zieht einen Taschenspiegel aus dem Rollkoffer und zieht sich mit rosa Gloss die Lippen nach. Pfeif auf die Manieren! Franz packt Sabine derb am Arm, blickt ihr tief in die Augen, löst das blonde Haar und schleift sie an den Haaren in den Kuhstall. Unruhig scharrt der Zuchtbulle mit den Hufen. Die Milchkühe muhen und starren den Bauern braunäugig und dumpf an. Franz schiebt Sabines Lederrock hoch, positioniert sie vor sich wie Luise und greift ihr von hinten an die Titten. Sabine sträubt sich und will ausschlagen. Er quetscht ihre Brüste heftiger und schlägt ihr auf den Arsch. Sabine quiekt wie eine Sau. Franz sieht Luises Kuhglocke im Heu liegen und bindet sie Sabine um den Hals. Vertraut bimmelt sie, als er mit der rechten Hand Sabines Fotze berührt. Er staunt, als er die kleinen Ringe sieht, die ihre Schamlippen zieren. Auch an den Brüsten spürt er kühles Metall, kleine Stäbchen, die für eine Dauererektion der Warzen sorgen. Franz reibt sich den Schwanz und bedauert, dass er sich vor dem Treffen auf dem Misthaufen noch einen heruntergeholt hat. Er bohrt seinen Schwanz in die feuchte Fotze und stößt fest zu, während er Heinrich, dem Zuchtbullen tief in die Augen blickt. Wer ist hier der Herr im Haus? Sabine grunzt und spritzt. Franz erschrickt und zieht den Schwanz heraus. Preußische Fotzen ficken anders. Sabine kniet jetzt vor ihm und nimmt den erschrockenen Schwanz in ihren Mund. Die Kuhglocke baumelt an ihrem Hals. Luise muht vor Schmerz. Ihre milchgefüllten Euter schmerzen und suchen Erleichterung. Sabine melkt den Bauern, bis er endlich auf ihren blauen Augen entlädt.

 

Und… Cut!

 

 

 

 

 

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